Die Menschen sind so an das Schweißen gewöhnt, dass sie manchmal vergessen, welche Bedeutung die Schweißindustrie in unserem Alltag hat. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens, von unseren Verkehrsmitteln bis hin zu unseren Gebäuden, und darüber hinaus spielt das Schweißen in fast jeder Branche eine übergreifende Rolle.
Die Branche unterliegt jedoch raschen Veränderungen und muss sich an neue Generationen anpassen. Nach Angaben der American Welding Society (AWS) liegt das Durchschnittsalter eines Schweißers bei Mitte fünfzig, und viele nähern sich der 60-Jahres-Marke. Diese erfahrenen Arbeitskräfte stehen kurz vor dem Ruhestand, und das Problem verschärft sich durch den Mangel an Nachwuchskräften.
Der Mangel an qualifizierten Schweißern macht sich allmählich in verschiedenen Branchen bemerkbar; 2018 hatten sowohl Fiat als auch Ford aufgrund von Schweißfehlern Probleme mit ihren Fahrzeugen. Fiat musste 18.000 Jeep Wrangler wegen einer fehlerhaften Schweißnaht im Fahrzeugrahmen zurückrufen. Die mangelhaften Schweißnähte an den Pumpen in einigen ihrer Fahrzeuge zwangen einen weiteren Automobilriesen, Ford, dazu, 12.000 Fahrzeuge in Nordamerika zurückzurufen. Diese Art von Schweißproblemen wirkt sich auch auf andere Branchen aus: Großbritannien musste sein neues 31-Milliarden-Pfund-Atomraketenprogramm verschieben, als Risse im Raketenrohr entdeckt wurden.
Es ist offensichtlich, dass die Schweißbranche schwierige Zeiten durchlebt, was neue Veränderungen und Trends erforderlich macht. Der Beruf muss für Berufseinsteiger attraktiv sein, und der Bedarf an Fachkräften kann und sollte als Anreiz für Menschen dienen, die auf der Suche nach einer beruflichen Laufbahn sind. Was sollte also der nächste Schritt in der Schweißbranche sein? Wie kann sie ihre Probleme bewältigen?
Die Lösung muss auf neuen Technologien und Methoden basieren, die in der Lage sind, traditionelle Verfahren zu revolutionieren und die Schweißindustrie auf die nächste Stufe zu heben. Dieses Ziel lässt sich auf verschiedene Weise erreichen; eine davon ist die Anwendung eines der weltweit größten technologischen Trends, der Augmented Reality (AR), auf die Schweißausbildung.
Die AR-Technologie kann Neulinge motivieren, indem sie ihnen ein individuelles und experimentelles Lernerlebnis bietet und so ihren Lernprozess fördert. Aus Sicht der Ausbilder bedeutet dies Kosteneinsparungen und eine vollständige Reduzierung von Unfällen, die bei Anfängern häufiger vorkommen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Augmented Reality das perfekte Instrument ist, um die aktuelle und die nächste Generation von Arbeitskräften in der Industrie zu gewinnen, zu fördern und zu stärken.
Die Kombination aus Augmented Reality und Schweißausbildung gewinnt weltweit bereits an Bedeutung, dank Soldamatic Augmented Training, dem ersten Schweißsimulator mit AR-Technologie. Er ist bereits in mehr als 50 Ländern erhältlich, und Branchenführer wie Volkswagen, John Deere, MAN oder Siemens setzen ihn bereits ein, um bessere Schweißer auszubilden.
Quellen: