Die Svetskommissionen, die schwedische Schweißkommission, befasst sich in der neuesten Ausgabe ihres Schweißmagazins „Svetsen“ mit der Schweißausbildung mittels Augmented Reality (AR), den Gründen für deren Entwicklung und den Vorteilen, die sie für die Weiterentwicklung der Schweißausbildung mit sich bringt.
Hosse Larizadeh, Kurskoordinator der Kommission, sieht die Vorteile der Einführung neuer Technologien wie AR in die Schweißausbildung: „VR (Virtual Reality) und AR (Augmented Reality) haben großes Potenzial, sowohl den Bildungsbereich als auch die Industrie zu verändern, indem sie verschiedene Tipps, Mängel und sogar Probleme am Arbeitsplatz aufzeigen, bevor diese auftreten. Sie können dazu beitragen, die Ausbildungsdauer zu verkürzen, die Ausbildungskosten in Form von Verbrauchsmaterialien und Standortkosten zu senken und die Arbeit der Schweißausbilder zu optimieren. Auch Umwelt- und Sicherheitsaspekte spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da Emissionen reduziert werden und die Auszubildenden keinen unnötigen Gesundheitsrisiken ausgesetzt werden“, erklärt er.
Pia Borg, technische Leiterin bei Svenska Elektrod AB, konzentriert sich ihrerseits auf die Entwicklung dieser Tools und deren Einsatzmöglichkeiten sowohl im Bildungsbereich als auch in der Industrie: „Sie haben sich zu wertvollen Werkzeugen entwickelt, nicht nur für die Ausbildung, sondern auch für die Überprüfung von Kenntnissen in der Industrie, wenn es um Neueinstellungen oder die Umstellung auf neue Arbeitsaufgaben geht. Der entscheidende Punkt ist das schnelle Feedback. In einer digitalen Umgebung kann der Schüler in seinem eigenen Tempo arbeiten, visuelles Feedback erhalten und nach eigenem Ermessen entweder zur Theorieprüfung oder zum praktischen Schweißen übergehen.“
Und schließlich ist Daniel Larsson, Business Developer und Schweißexperte beim Industrieunternehmen Air Liquide, vom Potenzial von Augmented-Reality-Schweißsimulatoren überzeugt: „Nachdem wir verschiedene Schweißgeräte ausprobiert hatten, haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit Soldamatic Augmented Training entschieden. Abgesehen davon, dass man sich beim Schweißen sehr sicher fühlt, Soldamatic eine umfassende Methodik, die E-Learning für Schweißschüler und Weiterbildungen umfasst. Ich bin überzeugt, dass diese Technologie dazu beiträgt, neue Schweißschüler für die Ausbildung zu gewinnen, und im Falle von Schweißzentren sehe ich ein enormes Potenzial für AR, ebenso wie für Schweiß- und Industrieunternehmen, die manuelles und robotergestütztes Schweißen einsetzen.“
Die nächste Stufe der Schweißerausbildung entwickelt sich in Ländern wie Schweden ständig weiter, so wie sie bereits in anderen Ländern wie Deutschland umgesetzt wurde.